(3) steuerliche Sachverhalte

Allgemeine Informationen zu Steuern

Seit dem 13.05.2021 gilt der Einheitssteuersatz. Diese liegt bei 5%. Jegliche Warenhandel / Lohnauszahlung / Gewerbliche Transaktion / ... muss versteuert werden. Die Steuern werden, insofern der Unternehmer HGB Konform agiert durch die Banküberweisungsgebühren gedeckt.

In den folgenden Abschnitten finden Sie Erklärungen zu den einzelnen Abläufen und Details zum Ablauf in Bezug auf Steuern. Bei Rückfragen stehen Ihnen Mitarbeiter der Handelskammer zur Verfügung.

Im Allgemeinen gilt der Grundsatz, dass Umsätze in voller Höhe versteuert werden müssen

Eine Gewerbliche Transaktion von Privat- auf Privatkonto ist nicht gestattet


Gebrauchtfahrzeuge sind wie "herkömmlicher" Verkauf von hergestellten Waren und Güter aus einem der Handelsposten zu betrachten und in voller Höhe zu 5% zu versteuern.
Der Verkauf eines Fahrzeugs an den Endkunden ist ausschließlich Autohäusern vorbehalten. Ausnahme: ein Gebrauchtwagenhandel darf in einem eigens für diese Dienstleistung angeschafften Büro betrieben werden.

Der Verkauf eines Fahrzeugs durch eine Fahrzeugfertigung, bei der die anschließende Abwicklung durch ein Autohaus für einen Pauschalbetrag für die Überschreibung erfolgt, ist gestattet.

2 mögliche Progessabläufe beim Verkauf eines (Neu-)fahrzeugs:
Ablauf Steuern
Das Fahrzeug wird über das Autohaus verkauft und abgerechnet Die Steuern werden an der Kasse automatisch abgerechnet.
Das Fahrzeug wird über das Autohaus verkauft und über eine direkte Überweisung des Kunden an die Fahrzeugfertigung oder Autohaus abgerechnet. Die Steuern werden durch die Überweisungsgebühren, welche der Kunde zahlt gedeckt.

Allgemeiner Hinweis zur Differenzierung des privaten oder gewerblichen Handels mit Fahrzeugen, keine Allgemeingültigkeit, muss im Einzelfall geprüft werden:

Ein Fahrzeugverkauf gilt als Privatverkauf, sofern zuvor überwiegend privat genutzte Fahrzeuge in Abständen von mindestens 4 Woche veräußert werden. Transaktionen, bei denen in kürzeren Abständen Fahrzeuge veräußert werden, wird eine Gewinnerzielungsabsicht und somit der gewerbliche Handel unterstellt.


Fahrzeugvermietung
Ein Autohaus darf Fahrzeuge, auch ohne die Notwendigkeit einer zusätzlichen Gewerbeanmeldung, vermieten und/oder verleihen.
Ein Bürogebäude darf Fahrzeuge vermieten und/oder verleihen (eine weitere Dienstleistung (keine weitere Fahrzeugvermietung) ist möglich).
Hotels ist es nicht gestattet ohne eine angemeldet Fahrzeugvermietung eine Fahrzeugvermietung zu betreiben.
Mieteinnahmen werden durch die Überweisungsgebühr versteuert und müssen nicht manuell nachversteuert werden.
Lohnsteuer ist der Lohnbestandteil des Arbeitslohns (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit), welcher in Form des Abzuges unmittelbar an die Handelskammer zu entrichten ist.

Lohnsteuer wird, sofern der Mitarbeiter automatisch Lohn über ein Firmen-Stempelsystem bezieht, auch automatisch versteuert.
Als Lohn gilt nicht, wer sich (über einen Zeitraum mehrfach) mit Gütern beliefern lässt und diese in einer Gesamtabrechnung abwickelt. Dieser Vorgang ist als Warenankauf nach §5 HGB zu versteuern.
Die Lohnsteuer ist in jedem Fall vom Arbeitgeber abzuführen. Im Falle einer manuellen Transaktion an den Arbeitnehmer sind die Steuern durch die Banküberweisungsgebühr gedeckt.

Angestellte Mitarbeiter sind gemäß der jeweils aktuell geltenden Steuersätze lohnsteuerpflichtig. Geschäftsführer gelten als Mitarbeiter.
Inhaber sind nicht lohnsteuerpflichtig. Auf einen Korrekten Verwendungszweck ist stets zu achten!
Verträge, die beispielsweise das Verhältnis von Unternehmern im Rahmen von Verpachtung o.ä. regeln, können bei der Handelskammer hinterlegt werden.

Gemäß §4 Abs.1 HGB sind abgeschlossene Verträge rechtskräftig.
Gemäß §2Abs.4HGB sind Inhaber für Ihre Unternehmen verantwortlich.

Eine Verpachtung stellt hier keine Ausnahme da es sei denn, der Inhaber hinterlegt bei der Handelskammer einen entsprechenden Pachtvertrag, der die Haftung auf den Pächter überträgt.
Der Pachtvertrag muss vor Straferlass hinterlegt worden sein.
Der Import von angebotenen Waren aus dem Ausland ist nur für Betriebe gestattet, die diese weiterverarbeiten können.
Gemäß §6 Abs. 8.1 sind Lagerhäuser vom Import ausgeschlossen.

Transaktionen zwischen Firmen sind grundsätzlich steuerpflichtig.
Nicht steuerpflichtig sind Transaktionen, welche zwischen zwei Firmen mit dem gleichen Inhaber getätigt werden.

Gesetzliche Vorschriften zum Warenhandel finden Sie in §5 und §6 des HGBs.

Der Warenhandel an einem Unternehmen kann auf zwei Wegen erfolgen:
1. Die Ware wird über das Kassensystem angekauft und automatisch versteuert.
2. Die Ware kann eingelagert werden und per Überweisung an eine Firma oder Privatperson bezahlt werden. Hierbei wird die Transaktion durch die Bankgebühren versteuert.

Kann man seine Waren fremdproduzieren?
Eine Produktion welche durch Warenumlagerung in einer Inhaber-fremden Firma durchgeführt wird, definiert sich als Fremdproduktion.
Dies wird durch §5.3 geregelt in dem es besagt das nur Warenhandel über Handelsposten geschehen dürfen. Nach §5.3.1 ist jeglicher Warenhandel steuerpflichtig.
Somit ist eine Fremndproduktion nicht gestattet.

Pächter werden im Falle eines hinterlegten Vertrages, wie ein Inhaber angesehen und dürfen z.B. Waren zwischen eigener und gepachtete Firma verschieben. Die HGB Rechtliche Haftung liegt weiterhin beim Inhaber. Weiteres kann Zivilrechtlich geklärt werden.

Um diesen Vorteil nutzen zu können, muss folgendes erfüllt sein:

1. Der Pächter muss in den "Firmen-Verwaltungsrechten" hinterlegt sein.


2. Dem Pächter muss das Recht "Pächter" gesetzt werden. (nur bei einer Person gleichzeitig möglich)


3. Der Pachtvertrag kann unter den Verträge hinterlegt werden. (Bildupload pic.statev.de)

Der Pächter erhält durch das Recht "Pächter" keine Einsicht auf Firmendaten, hierfür müssen weitere Rechte gesetz werden.
Derzeit nur für Firmen möglich

Beispiel:
Taxifahrer Max Mustermann hat ein angemeldetes Taxigewerbe und fährt einen Kunden von A nach B.
Im Anschluss an die Fahrt erhält Max Mustermann 100$ per Überweisung von seinem Kunden. Die Überweisung geht auf das Konto des Taxigewerbes.
Bei der Überweisung musste der Kunde 5% Überweisungsgebühren zahlen, sodass dieser Kosten i.H.v. 105$ hatte, während 100$ bei Max Mustermann ankommen.
Die 5$ decken in diesem Fall die Dienstleistungssteuer und werden seitens Bank direkt an die Handelskammer weitergeleitet.
Sollte Max Mustermann die Zahlung Bar erhalten ist eine Einzahlung auf das Dienstleistungskonto notwendig. Auch in diesem Fall ist das erhaltene Geld bereits versteuert.


Erklärung
Zahlungen an Dienstleistungen müssen nicht manuell nachversteuert werden, sondern werden durch die Gebühren bei der Bank versteuert.